Die CHOReografie

In die Musik "hineingezoomt"

belCanto hat sich seit seiner Gründung mit Konzertformen auseinander gesetzt, die die Menschen berühren und eine große Nähe zwischen Ausführenden und Publikum ermöglichen.

2010 ist mit der Aufführung der Bachschen Johannespassion als Endprodukt die "CHOReografie" entstanden.

Unter dem Titel "Es wäre gut, dass ein Mensch würde umbracht für das Volk" haben wir dem Publikum – und auch uns selbst im Probenprozess – tiefe Einblicke in die überzeitlichen Mechanismen der Passionsgeschichte vermittelt. Die Passionsgeschichte wurde zu dem, was sie eigentlich ist: Einer Geschichte von Angst, Versagen, Zuversicht und Vertrauen – einer Geschichte des Menschseins.

Der Begriff meint eine dynamische Konzertform. Der Chor kommt in Bewegung, im Sinne der Handlung, im Sinne der Musik.

CHOReografie tut nichts hinzu. Sie arbeitet ganz aus der Vorgabe der Musik heraus. Sie ist weder Tanz noch Schauspiel, sondern eine Form chorischen Agierens, die dem Zuhörer ermöglicht, noch tiefere Ebenen der Musik wahrzunehmen, als dies durchs reine Hören möglich wäre.

Wir bewegen uns als Chor – und bewegen so die Menschen.

 

Der Erfolg der Johannespassion hat uns ermutigt, dieses Konzept weiter zu verfolgen:

  • 2012 enstand "Vom Werden" – die Musik Arvo Pärts in einer CHOReografie.
  • Im Herbst 2015 wird erneut eine CHOReografie mit dem Thema "Vom Wasser" stattfinden.

 

CHOReografie ist:

Musik – Licht – Bewegung – Kostüm. Im Prinzip die Idee eines Gesamtkunstwerkes.